Anzeige

OM & Region

Samstag, 18.03.2017 Lokalnachrichten - OM & Region

Betrüger trieben 61-Jährige in den Ruin

Betrüger trieben 61-Jährige in den Ruin
Symbolfoto: dpa

Von Matthias Bänsch

Kreis Cloppenburg. Eine 61-Jährige aus dem Landkreis Cloppenburg ist wochenlang von Betrügern über den Tisch gezogen worden. Das hat die Cloppenburger Polizei am Samstagmittag mitgeteilt – und warnt von der besonders perfiden Masche, bei der sich gleich mehrere Betrüger als falsche Amtspersonen ausgeben.

Die Betrüger gingen bereits Mitte Februar ans Werk. Die 61-Jährige erhielt einen Anruf – angeblich von ihrer Bank. Tatsächlich wurde bei dem Anruf die Telefonnummer ihrer Bank im Display angezeigt. Am anderen Ende der Leitung gab sich ein Betrüger als Mitarbeiter des Geldinstitutes aus und teilte der Seniorin mit, dass ihr Konto gepfändet worden sei. Nähere Auskünfte zu dem Vorgang würde die Staatsanwaltschaft in Hamburg erteilen.

Unter der Telefonnummer, die die Cloppenburgerin von der Bank bekam, meldete sich auch ein (angeblicher) Staatsanwalt. Das Konto sei gepfändet worden, weil sie hoch verschuldet sei. Angeblich habe die Frau bei einem Verkaufsgespräch am Telefon einem Vertragsabschluss zugestimmt. Die Firma fordere nun unter Amtshilfe das fällige Geld ein. Insgesamt sei ein sechsstelliger Betrag offen. Besonders fies: Der Staatsanwaltschaft gab sich am Telefon hilfsbereit und wolle der Rentnerin dabei helfen, die Sache schnell und unbürokratisch aus der Welt zu schaffen.

Der Plan: Über einen Finanzdienstleister wurden Überweisungen ins Ausland getätigt. Es blieb aber nicht bei der sechsstelligen Summe. Immer wieder wurden angebliche vierstellige Beträge fällig – bis am Ende kaum noch Erspartes auf dem Konto übrig blieb. Erst jetzt suchte die 61-Jährige Rat bei ihrem Anwalt.

Der brauchte nicht lange, um zu erkennen, was da vor sich ging. Es wurde jetzt Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Zumindest ist bereits geklärt, dass es sich weder um einen Mitarbeiter der heimischen Bank, noch um einen Staatsanwalt aus Hamburg handelte. Die Namen waren frei erfunden.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei noch einmal ausdrücklich darauf hin: Keine einzige Behörde (weder Polizei, noch Staatsanwaltschaft oder Gerichtsmitarbeiter) fragt am Telefon Vermögensbestände ab. Das gleiche gilt auch für Mitarbeiter der Banken. Dabei sollte man auch nicht auf die angezeigten Telefonnummern bei den Anrufen vertrauen – denn die können technisch manipuliert werden. Jeder, der einen solchen Anruf erhält, sollte sich umgehend an die Cloppenburger Polizei wenden (04471/18600). Denn bei de rMasche ist Vorsicht geboten: Häufig handelt es sich um international agierende Netzwerke von Betrügern. Ist erst einmal das Geld gezahlt, wird es schwierig – wenn nicht sogar fast unmöglich – den finanziellen Schaden wieder zu beheben.

FacebookTwitter

Artikel kommentieren

Eine Kommentierung dieses Artikel ist nicht möglich.

Anzeige

Wetter

Samstag 11ºC0ºC
Sonntag 17ºC6ºC
Montag 16ºC7ºC

Anzeige

Newsletter

Social Media

 
 

MT-Bildergalerie

In unserer Galerie sehen Sie Fotos von Veranstaltungen aus dem Landkreis Cloppenburg. 

Seite aufrufen

MT-Kleinanzeigen

Private Kleinanzeigen -
jeden Dienstag in der MT

Seite aufrufen

MT-Stellenmarkt

Aktuelle Stellenangebote
aus der Region

Seite aufrufen

MT-Abonnement

Alles rund um Ihr Zeitungsabo, Umzugsmeldungen und Urlaubsnachsendungen finden Sie hier.

Mehr Informationen erhalten Sie hier!

Die MT als digitales ePaper

Lesen Sie die MT online oder per App.

Buchen Sie als bestehender Printabonnent Ihr Digital-Abo für 5,90 Euro dazu oder schließend Sie ein reines ePaper-Abonnement für 19,00 Euro ab. Oder blättern Sie kostenlos durch unsere Sonderveröffentlichungen und Beilagen.

Seite aufrufen

Anzeige

Fußzeile