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Montag, 02.07.2018 Lokalnachrichten - OM & Region

27-Jährige aus Vechta soll IS-Mitglied sein

27-Jährige aus Vechta soll IS-Mitglied sein
Symbolfoto: dpa

Vechta (mab). Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hat Haftbefehl gegen eine 27-Jährige aus Vechta erlassen. Wie der Generalbundesanwalt mitteilte, steht die junge Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit unter dringendem Tatverdacht, sich an der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ beteiligt zu haben. Die 27-jährige sitzt seit Montag in Untersuchungshaft.

Ermittler der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg haben die 27-Jährige in Bayern festgenommen. Ihre Wohnung im Landkreis Vechta wurde bereits durchsucht.

Die Ermittler sind sich sicher, dass die 27-Jährige vor etwa vier Jahren die Bundesrepublik verließ, um sich dem IS anzuschließen. Über die Türkei und Syrien reiste sie in den Irak und soll sich direkt in die Befehlsstruktur des IS eingefügt haben. Dort soll sie die Rolle einer „Sittenpolizistin“ übernommen haben. Sie zog demnach abends durch die Parks der irakischen Städte Falludscha und Mossul. Dort kontrollierte sie andere Frauen, ob diese sich an die Verhaltens- und Kleidungsvorschriften des IS halten. Die Organisation soll ihr dafür monatlich 70 bis 100 US-Dollar gezahlt haben.

Im Januar 2016 taucht die Beschuldigte in der Deutschen Botschaft in der Türkei auf, um dort neue Ausweispapiere zu beantragen. Als sie das Botschaftsgebäude verließ, griffen die türkischen Sicherheitsbehörden zu. Wenige Tage später wurde sie nach Deutschland abgeschoben. Seitdem versucht die Vechtaerin offenbar, zum IS zurückzukehren.

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