Friesoythe

Samstag, 05.01.2019 Lokalnachrichten - Friesoythe

Die Polizei ermittelt: Giftköder ausgelegt?

Die Polizei ermittelt: Giftköder ausgelegt?
Symbolfoto: dpa

Friesoythe/Bösel (mab). Hat es jemand auf Hunde und Katzen im Cloppenburger Nordkreis abgesehen? Die Polizei hat zumindest ihre Ermittlungen aufgenommen, nachdem es Hinweise gibt, dass eine Katze in Friesoythe vergiftet wurde. Der Besitzer hat sich auf der Friesoyther Dienststelle gemeldet. Seine Katze kehrte nach einem Streifzug am 29. Dezember zwischen 22 und 23 Uhr nicht zurück. Das Tier wurde tot am Schwaneburger Weg entdeckt. Spuren deuten darauf hin, dass die Katze einen Giftköder gefressen hatte,

In Bösel konnte zum Glück offenbar Schlimmeres verhindert werden. Am Beethovenweg entdeckten Passanten mehrere kleine Würstchenstücke, die über eine längere Strecke verteilt wurden. Noch sei aber unklar, ob das Fleisch mit Gift präpariert wurde. Bislang sei der Polizei nicht bekannt, dass ein Hund oder eine Katze ein Stück gefressen hatte und Vergiftungserscheinungen zeigte. Im Rahmen der Ermittlungen bittet die Polizei um Hinweise unter der Telefonnummer 04491/93160.

Zuvor sorgten in den vergangenen Tagen vermehrte Meldungen über Giftköder im Nordkreis bei Facebook für Aufsehen. Wie bereits mehrfach berichtet, ist die Polizei aber darauf angewiesen, dass mögliche Vergiftungen von Haustieren auch angezeigt werden. Durch Warnhinweise in sozialen Medien allein, kann die Polizei nicht aktiv werden. Das hat sich durch die jetzigen Hinweise in Friesoythe und Bösel nun geändert.

Erst im Herbst wurde ein Hund in Cloppenburg durch Rattengift getötet. Auch dort hatte offenbar ein Unbekannter Köder ausgelegt. Rattengift entwickelt absichtlich nicht sofort seine tödliche Wirkung, sondern nur sehr langsam. Abhängig von der Dosis kann die Wirkung erst nach 48 Stunden beginnen. Die Vergiftungserscheinungen verlaufen je nach Dosis und Größe des Tieres sehr unterschiedlich ab. Die Wirkstoffe stören die Blutgerinnung, sodass die Leber geschädigt wird und die Tiere schleichend innerlich verbluten. Diese Wirkung kann bis zu vier Wochen andauern.

Hunde- und Katzenhalter sollten deshalb sofort reagieren, wenn sie sehen, wie das Tier einen verdächtigen Köder geschluckt hat. Bestenfalls sammeln sie die Reste oder weitere Köder ein und gehen damit umgehend zum Tierarzt. Je früher medizinische Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, desto größer sind die Überlebenschancen. Verdächtige Köder sollen außerdem der Polizei übergeben werden.

Die Tierschutzorganisation Peta hat mit einem Tierfutter-Hersteller einen Giftköder-Ratgeber erstellt - mit Tipps von Tierärzten und Hundetrainern. Er kann kostenlos heruntergeladen werden.

Link zum Artikel: Giftköder-Ratgeber hier herunterladen

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